«Je älter man ist, desto mehr sollte man Glitzer vermeiden».

Erstellt: 06.10.2017
Veröffentlicht in: Events

Ein Gespräch mit der Kosmetik-Expertin Andrea Keim.

Natürlich kann man bei «youtube» Schmink-Tutorials studieren - aber was nützt das, wenn man die Basics nicht intus hat? Andrea Keim von der «schminkbar» hat das absolute Kosmetik-Know-How und sagt: «Man braucht nicht tausend Dösli.» Und gibt ein paar Tipps, welche Make-Up-Trends uns erwarten.  

Passend dazu organisiert die Schminkbar am 15. November einen Workshop in der Europaalle: «Wir verraten im Workshop, welches die wichtigen und richtigen Produkte und Werkzeuge sind».
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Die Zürcherin Andrea Keim ist eine «schminkbar»-Frau der ersten Stunde. Bea Petri, die Gründerin des Unternehmens, hat die gelernte Coiffeuse 2001 als Make-Up-Artistin an Bord geholt. Heute leitet Andrea die Filiale an der Europaallee, sitzt in der Geschäftsleitung und arbeitet im Laden mit: «Ich bin gerne nahe an den Kunden und mache Haare, Make-Up, Maniküre und Pediküre». Sie selber hat in der Sek begonnen, mit Make-Up zu experimentieren: «Ich sage noch heute zu meiner Mutter: Wie konntest du mich so in die Schule lassen? Mit dunkelbraun umrandeten Lippen und rosarotem Lippenstift?».

«Finger weg von Rottönen rund ums Auge!»

Natürlichkeit ist, war und bleibt das Credo der «schminkbar». Auf Natürlichkeit basieren auch Andreas Empfehlungen: «Je älter man ist, desto mehr sollte man Glitzer vermeiden, er setzt sich in den Falten fest. Und besser, man wählt matte, natürliche Töne. Mit junger, aalglatter Haut kann man besser experimentieren. Hier raten wir lediglich zur Vorsicht, wenn es um dunklen Lippenstift geht, das wirkt schnell streng. So oder so: Finger weg von Rottönen rund ums Auge! Das sieht aus, als hätte man geweint oder entzündete Augen.»

«Man möchte wieder Dinge, die länger halten»

«Vor zehn Jahren wollte man dünne Brauen, jetzt sind sie wieder breit und geben dem Gesicht Struktur.» Andrea hat in ihren Berufsjahren viele Trends kommen und gehen sehen. Gelnägel hätten ihren Zenit überschritten, erzählt sie, «man trägt kurze, lackierte Naturnägel. Gefragt ist dafür das Wimpernlifting. Dabei wird der Wimpernansatz gestreckt, so wirken die Wimpern länger. «Die Frauen möchten keine Wimpern mehr ankleben», sagt Andrea und bringt es auf einen Nenner: «Man möchte wieder Dinge, die länger halten.» Auch vegane Treatments seien in der «schminkbar» gerade sehr gefragt. «Ich hoffe, das ist nicht nur ein Trend.»

Oh du Fröhliche!

Die Feiertage stehen am Horizont! «Auf den Winter hin verschwindet der Nude-Look und farbige Lippen kommen in Mode, in matt oder mit Gloss.» Für das Familienfest empfiehlt Andrea alles, was festlich ist, rote Nägel zum Beispiel und ein klassisches, natürliches Make-Up mit Erdfarben. «An Silvester darf es dann mehr sein, besonders rund um die Augen. Auch, weil Lippenstift sich im Laufe des Abends abnützt. Ein Augen-Make-Up hält - man muss nur wissen, wie man es richtig schminkt.»

Wie man Pinsel richtig wäscht

Wichtig für anhaltende Freude an Beautyprodukten ist deren Pflege. Andrea sagt dazu: «Man muss sich selber an der Nase nehmen. Ein Necessaire mit Schminksachen muss regelmässig gewaschen werden. Wenn mir jemand sagt, er habe schlechte Haut und ich sehe, dass sein Puderpinsel offen im Etui liegt, dann ist es kein Wunder.» Einen Pinsel wäscht man mit Seife und in Richtung des Pinselhaares. Zum Trocknen legt man ihn hin und stellt ihn laut Andrea nicht auf, denn so läuft nur Wasser in den Schaft, in dem das Pinselhaar steckt und löst den Leim auf. 

Workshop

Am 15. November, findet ein Schmink-Workshop in der Europaallee statt. Dabei steht das Augen-Make-Up im Zentrum: «Jeder Mensch hat schöne Augen. Wir zeigen, wie man sie auf natürliche Weise betont, mit Schminktipps für den Hausgebrauch. Keine crazy Techniken mit Lidstrich bis zu den Ohren.»
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Text: Tanja Kummer
Bilder: zvg