Lisa Lesunja

Goldfinger.

Erstellt: 13.03.2017
Veröffentlicht in: Menschen

Lisa Lesunja betreibt in der Lagerstrasse ein Goldschmiedeatelier und stiftete soeben einen der Hauptpreise am Zürcher Opernball.
 


Behutsam zieht Lisa Lesunja ihre Feile über den Ringrohling. Goldstaub rieselt dabei in die Auffangdecke vor ihrer Werkbank. Gleich darauf prüft sie ihr Werk mit einen Messschieber: «Passt.»

Testlabor für den beruflichen Weg.
Gold und Edelsteine hatten es Lisa Lesunja bereits in jungen Jahren angetan. Der Zufall wollte es, dass ihr Vater gemeinsam mit einem Goldschmied eine Galerie betrieb – in dessen Atelier sie denn auch bald regelmässig Hand anlegen durfte. So wurden filigrane Handarbeiten und das Gestalten von Schmuck zu ihrer Leidenschaft. Und es war kein Zufall, dass Lisa Lesunja nach der Schule den Weg als Goldschmiedin einschlug.

Seit 2013 in der Europaallee.
Aufgewachsen ist sie in Zürich sowie in der Bodenseeregion. Einige Jahre nach Gründung ihrer eigenen Goldschmiede in der Zürcher Josefstrasse hat sie mit ihrem Mann in der Lagerstrasse Ende 2013 eine kleine Werkstatt als zweiten Standort bezogen. An beiden Orten entwickeln beide mit ihren Mitarbeitenden jährlich zwei Kollektionen. Soeben ist die Neueste fertiggestellt.

Ein Siegelring für jeden Zürcher Kreis.
Die neueste Kollektion beinhaltet zwölf Siegelringe aus Weissgold, von denen jeder das traditionellen Wappen eines Zürcher Kreises trägt. Fünf der Ringe wurden Anfang März als Hauptpreise am Opernball Zürich vergeben. Als Gönnerin des Veranstaltung besuchte Lisa Lesunja den Opernball gemeinsam mit dem jungen Schauspieler Joel Basman. Dieser ist Werbeträger ihrer Zürich-Kollektion.

«Sauberes» Gold für symbolträchtigen Schmuck.
Für ihre Kreationen verwendet Lesunja Gold aus einer Miene in Peru, welche das Max Havelaar Gütesiegel trägt oder recyceltes Gold aus altem, angekauftem Schmuck. «Schmuck ist wohl das emotionalste Luxusgut, das man sich vorstellen kann», sagt sie. Oft erzähle er die Geschichte, wie sich zwei Menschen kennengelernt haben oder halte die Erinnerung an einen speziellen Ort oder eine besondere Person wach. «Für mich ist es daher eine Ehre, mit meinen Kunden Dinge gestalten zu dürfen, die sie an solche wichtigen Dinge erinnern.»

Text und Video: Heiko Meyer