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Kunst im öffentlichen Raum



Bei der Gebietsentwicklung der Europaallee kommt der Kunst im öffentlichen Raum von Anfang an eine gewichtige Rolle zu. Im Juni 2009 schrieb das Amt für Städtebau – im Auftrag des Tiefbauamts und auf Initiative der AG KiöR – einen Kuratorenwettbewerb für ein Gesamtkonzept aus. Siegerprojekt ist «Space» des Zürcher Kurators Patrick Huber im Team mit Evtixia Bibassis. Das Konzept sieht zwei Phasen vor. Während der Bauzeit – Phase «under construction» - zwischen 2011 und 2019 wird die Baustelle Europaallee mit zeitlich beschränkten, künstlerischen Interventionen bespielt. Vorgesehen sind musikalische, skulpturale, performative, zeichnerische und fotografische Eingriffe. Nach Abschluss der Bauarbeiten ab 2020 – Phase «constructed» – sollen Lichtkunstwerke auf unterschiedlichen Dächern eine nichtalltägliche Wahrnehmung des Ortes erzeugen. Ebenerdig wird eine Klanglandschaft zwischen Europaplatz und Gustav-Gull-Platz  die Menschen immer wieder neu verblüffen. Kosten für die Phase «under construction» trägt die SBB, diejenigen für die Phase «constructed» die Stadt Zürich

2012 erfolgten zwei temporäre Interventionen: «Durch» des Zürcher Künstlers Michael Günzburger, der die neu entstehenden Ausblicke mit einem überdimensionierten, zirka 4 mal 5,5 Meter grossen Bilderrahmen inszenierte. Das Videogedicht «Toter Winkel» des Zeichners Grrrr und der Rapperin Big Zis, eingebaut in die Wand der Langstrassenunterführung, stellte eine audiovisuelle Reaktion auf die Baustelle und die allgemeine Quartierveränderung dar.

Von November 2012 bis Mitte 2014 dauerte Kerim Seilers Installation «118-11»: eine 250 Meter lange Lichtwand, die als zugängliche Skulptur den öffentlichen Raum zwischen Europaallee und HB Zürich, ehemaliges Gleis 51, prägte.

Zwischen September 2013 und Mai 2014 zeigte Heinrich Lüber «Hub», ein dreibeiniges Objekt, in welchem der Künstler steht und mit dem er an verschiedenen Stellen andockend den Rohbau des Baufelds G bis zu schwindelerregender Höhe erklommen hat.

Bis auf weiteres sind entlang der Baustelle noch farbig bemalte Holzwände von Kerim Seiler zu sehen, die gleichzeitig auch als Bauwand dienen.

Denkmal für Hans Künzi

Auf Einladung der Hans-Künzi-S-Bahn-Stiftung hat der international bekannte Künstler Carsten Höller das Denkmal zu Ehren von Hans Künzi geschaffen. Hans Künzi (1924-2004) war Zürcher Regierungsrat und Nationalrat und gilt als «Vater der Zürcher S-Bahn». Die Evaluation des Künstlers erfolgte durch eine Fachjury und basierte auf einem Einladungswettbewerb, den die Fachstelle Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Zürich begleitete. Das Kunstwerk ist unter dem Dach des Aufgangs Europaallee beim Zürich HB angebracht.

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