24 Oktober

Podiumsdiskussion zu Nachhaltigkeit in der Fashion-Industrie.

18:00 Uhr - 19:30 Uhr

Datum & Uhrzeit

24. Oktober 2018
18:00 Uhr - 19:30 Uhr
2018-10-24 18:00:00 2018-10-24 19:30:00 Podiumsdiskussion zu Nachhaltigkeit in der Fashion-Industrie. Die Modeindustrie produziert heute immer schneller und billiger und doch unterscheiden sich unsere Kleider kaum voneinander. Gleichzeitig mehren sich Skandale um Textilmüll, Chemikalien und schlechte Arbeitsbedingungen. Als Gegentrend dazu hat sich «Slow Fashion» etabliert: Mode, die nachhaltig hergestellt wird und Schlagwörter wie Up- und Recycling mit ins Spiel bringt. Im Rahmen des Fashion & Design Workshop Festivals diskutieren wir mit Kleiderläden aus der Europaallee Alternativen zur Fast Fashion. Wo engagieren sie sich? Was können wir tun und wie kommen wir zum Ziel? Welche Vielfalt kann faire Mode bieten?   Eintritt frei / Anmeldung erwünscht / spontan vorbeikommen erlaubt   Es diskutieren:   Doris Abt, Fashion Revolution Switzerland Doris Abt ist eid. dipl. Umweltberaterin. Ihr Ziel ist, verschiedene Stakeholder zusammen zu bringen, innovative Projekte zu lancieren und Unternehmen auf dem Weg in eine umwelt- und sozialverträgliche Richtung zu begleiten. Kommunikation ist dabei wichtig, denn mit Wissen und Transparenz haben wir die Chance, gemeinsam einen umfassenden Wandelherbeizuführen. Arbeitseinsätze in Indien und Südafrika helfen ihr, die globalen Zusammenhänge besser einzuschätzen und zu verstehen. Als ehemalige Kindergärtnerin und Mutter von zwei Buben ist ihr bewusst, dass sie irgendwann ihre Fragen zu den heutigen Zuständen beantworten muss. Dann möchte sie antworten können: «Wir haben alles versucht, wir haben für einen Wandel gekämpft.»   Rosa Enn, Abito Allora Rosa Enn ist das Gesicht hinter der Design Second Hand Boutique «Abito Allora». Nachhaltigkeit und Wiederverwertung sind ihr wichtig und sie will mit ihrem Laden auch ein Statement gegen die Wegwerfgesellschaft setzen. Die promovierte Ethnologin ist ausserdem Gründerin des sozialen Unternehmens Mata Rosa, das indigene Gruppen in Taiwan und Indonesien unterstützt und ihre traditionelle Herstellung von Textilien fördert. Weiter engagiert sie sich ehrenamtlich als Vize-Präsidentin der Non-Profit Organisation Mama Tierra, die indigene Völker in ihrem Streben nach Selbstbestimmung, Menschenrechten und Umweltschutz unterstützt.   Claudia Desax, OPIA Aufgewachsen in einem kleinen Dorf im Bündner Oberland hat Claudia bereits nach der Matur den Sprung in die «Grosse weite Welt» gemacht und zwei Jahre für die damalige Swissair als Flight Attendant gearbeitet. Während dem Szenografie-Design Studium an der ZHdK ging Claudia Desax für ein Austauschsemester nach Bangkok. Nicht nur die Exotik des Landes faszinierte sie. Auch die handwerklichen Produktionsweisen und die verspieltere Grundeinstellung zum Designschaffen hinterliessen ihre Spuren. 2008 gründete Claudia zusammen mit ihrem thailändischen Mann Natthawut Pangkham-Uan Opia. Aus der Vorliebe für eine Kultur entstand ein Geschäft, dass Design und Hintergründe der Produktion gleichzeitg berücksichtigt. Immer schon waren für die Opia Macher die Menschen und das Handwerk ein wichtiger Entscheidungsgrund mit Designern zusammenzuarbeiten.   Susanne Spirig, Lola | Fred Susanne Spirig ist Gründerin und Creative Director von Lola | Fred. Das Kleiderlabel, welches gleichzeitig ein Yoga-Studio ist, verfolgt die Vision von einem nachhaltigen Kleiderlabel, das in Europa produziert wird und dabei auf Mensch und Umwelt achtet. Lola | Fred arbeitet mit Stoffen, die wiederverwertet oder biologisch abgebaut werden können. Auf lange Transportwege wird bewusst verzichtet und wo immer möglich mit lokalen Produzenten gearbeitet. Alle Kleidungsstücke werden bei einem mittelgrossen Familienunternehmen in Portugal gewoben, gefärbt, veredelt und verarbeitet. Spirig legt grossen Wert darauf, ihre Kleider in Europa produzieren zu lassen und die Menschen, welche die Kleider herstellen, persönlich zu kennen.   Andy Tanner, Alprausch Das Zürcher Kultlabel wurde vor 15 Jahren von Andy Tanner und Nicole Bretscher gegründet. Alprausch legt seit seinen Anfängen grossen Wert auf Nachhaltigkeit, qualitativ gute Materialien und faire Arbeitsbedingungen. Deswegen werden 85 Prozent der Produkte nach Europäischem Standard in Portugal produziert. Die Manufaktur der Accessoires befindet sich in Bali – jede Tasche, jeder Schal wird von einem Balinesischen Familienunternehmen von Hand gefertigt. Als Familienunternehmen setzt Alprausch auf langjährige Beziehungen zu seinen Produzenten, um die Qualität und faire Produktionsweise der Produkte sicherzustellen.   Moderation: Sebastian Lanz, rrrevolve & zämä 2010 hat Sebastian Lanz den Online-Shop rrrevolve.ch gegründet, dessen Angebot sich um die Themen reduce, reuse und recycle dreht. Faire Mode war von Anfang an ein wichtiger Bestandteil und so ist mit der wachsenden Nachfrage auch rrrevolve gewachsen. Mittlerweile findet sich online das grösste Fair Fashion Angebot der Schweiz und es sind zwei Läden in Zürich dazugekommen. Sebastian Lanz ist auch Mitinhaber von zämä an der Europaallee, dem Laden für faire Mode von Jungdesignern.   Quelle Titelbild: Still aus dem Film «The True Cost», welcher im Rahmen des Fashion & Design Workshop Festivals gezeigt wird. Mehr Infos hier. Zürich Lagerstrasse 104

Veranstaltungsort

Kosmos Klub
Lagerstrasse 104
8004 Zürich
Schweiz
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Alternativen zur Fast Fashion.

Die Modeindustrie produziert heute immer schneller und billiger und doch unterscheiden sich unsere Kleider kaum voneinander. Gleichzeitig mehren sich Skandale um Textilmüll, Chemikalien und schlechte Arbeitsbedingungen. Als Gegentrend dazu hat sich «Slow Fashion» etabliert: Mode, die nachhaltig hergestellt wird und Schlagwörter wie Up- und Recycling mit ins Spiel bringt. Im Rahmen des Fashion & Design Workshop Festivals diskutieren wir mit Kleiderläden aus der Europaallee Alternativen zur Fast Fashion. Wo engagieren sie sich? Was können wir tun und wie kommen wir zum Ziel? Welche Vielfalt kann faire Mode bieten?

 

Eintritt frei / Anmeldung erwünscht / spontan vorbeikommen erlaubt

 

Es diskutieren:

 

Doris Abt, Fashion Revolution Switzerland

Doris Abt ist eid. dipl. Umweltberaterin. Ihr Ziel ist, verschiedene Stakeholder zusammen zu bringen, innovative Projekte zu lancieren und Unternehmen auf dem Weg in eine umwelt- und sozialverträgliche Richtung zu begleiten. Kommunikation ist dabei wichtig, denn mit Wissen und Transparenz haben wir die Chance, gemeinsam einen umfassenden Wandelherbeizuführen. Arbeitseinsätze in Indien und Südafrika helfen ihr, die globalen Zusammenhänge besser einzuschätzen und zu verstehen. Als ehemalige Kindergärtnerin und Mutter von zwei Buben ist ihr bewusst, dass sie irgendwann ihre Fragen zu den heutigen Zuständen beantworten muss. Dann möchte sie antworten können: «Wir haben alles versucht, wir haben für einen Wandel gekämpft.»

 

Rosa Enn, Abito Allora

Rosa Enn ist das Gesicht hinter der Design Second Hand Boutique «Abito Allora». Nachhaltigkeit und Wiederverwertung sind ihr wichtig und sie will mit ihrem Laden auch ein Statement gegen die Wegwerfgesellschaft setzen. Die promovierte Ethnologin ist ausserdem Gründerin des sozialen Unternehmens Mata Rosa, das indigene Gruppen in Taiwan und Indonesien unterstützt und ihre traditionelle Herstellung von Textilien fördert. Weiter engagiert sie sich ehrenamtlich als Vize-Präsidentin der Non-Profit Organisation Mama Tierra, die indigene Völker in ihrem Streben nach Selbstbestimmung, Menschenrechten und Umweltschutz unterstützt.

 

Claudia Desax, OPIA

Aufgewachsen in einem kleinen Dorf im Bündner Oberland hat Claudia bereits nach der Matur den Sprung in die «Grosse weite Welt» gemacht und zwei Jahre für die damalige Swissair als Flight Attendant gearbeitet. Während dem Szenografie-Design Studium an der ZHdK ging Claudia Desax für ein Austauschsemester nach Bangkok. Nicht nur die Exotik des Landes faszinierte sie. Auch die handwerklichen Produktionsweisen und die verspieltere Grundeinstellung zum Designschaffen hinterliessen ihre Spuren. 2008 gründete Claudia zusammen mit ihrem thailändischen Mann Natthawut Pangkham-Uan Opia. Aus der Vorliebe für eine Kultur entstand ein Geschäft, dass Design und Hintergründe der Produktion gleichzeitg berücksichtigt. Immer schon waren für die Opia Macher die Menschen und das Handwerk ein wichtiger Entscheidungsgrund mit Designern zusammenzuarbeiten.

 

Susanne Spirig, Lola | Fred

Susanne Spirig ist Gründerin und Creative Director von Lola | Fred. Das Kleiderlabel, welches gleichzeitig ein Yoga-Studio ist, verfolgt die Vision von einem nachhaltigen Kleiderlabel, das in Europa produziert wird und dabei auf Mensch und Umwelt achtet. Lola | Fred arbeitet mit Stoffen, die wiederverwertet oder biologisch abgebaut werden können. Auf lange Transportwege wird bewusst verzichtet und wo immer möglich mit lokalen Produzenten gearbeitet. Alle Kleidungsstücke werden bei einem mittelgrossen Familienunternehmen in Portugal gewoben, gefärbt, veredelt und verarbeitet. Spirig legt grossen Wert darauf, ihre Kleider in Europa produzieren zu lassen und die Menschen, welche die Kleider herstellen, persönlich zu kennen.

 

Andy Tanner, Alprausch

Das Zürcher Kultlabel wurde vor 15 Jahren von Andy Tanner und Nicole Bretscher gegründet. Alprausch legt seit seinen Anfängen grossen Wert auf Nachhaltigkeit, qualitativ gute Materialien und faire Arbeitsbedingungen. Deswegen werden 85 Prozent der Produkte nach Europäischem Standard in Portugal produziert. Die Manufaktur der Accessoires befindet sich in Bali – jede Tasche, jeder Schal wird von einem Balinesischen Familienunternehmen von Hand gefertigt. Als Familienunternehmen setzt Alprausch auf langjährige Beziehungen zu seinen Produzenten, um die Qualität und faire Produktionsweise der Produkte sicherzustellen.

 

Moderation: Sebastian Lanz, rrrevolve & zämä